Category Archives: Alte Herren – Spielberichte

AH Ü32 SG Rülzheim/Kandel vs. FV Pfortz-Maximiliansau 7:2

Freunschaftspiel mit Mannschaftsabend im Bajazzo verkünpft.

Die Ereignisse des Spieles können in wenigen Sätzen zusammengefasst werden. Unsere spielerisch und läuferisch überlegene Elf rannte in der ersten Halbzeit auf das gegnerische Tor ein, konnte aber keine der zahlreichen Chancen im Gehäuse unterbringen. Da dachte sich Live „so macht man das in Südamerika“ und zirkelte die Pille aus 20 Metern unhaltbar in den Winkel. Tor des Monats. Die übrigen Tore waren entweder schön rausgespielt, per Elfmeter vollendet oder einfach nur reingestolpert (Memmert, Berlinghof, Ramadani, Gross, Chines).

Die wirklich spannenden Ereignisse spielten sich beim Chickenwings-Essen in der 3. Halbzeit ab. Die taktisch klug agierenden Kuntz und Weigel kleideten ihre Magenwand mit Salat ein, während der Rachen der jungen Wilden Chines, Gross, Gerle und Didde die Flügel teilweise sogar samt Knochen wie ein schwarzes Loch aufsog. Sie hatten den strengen Vorsatz gefasst dem Hunger vorauszuessen und dem Durst vorauszutrinken, so dass ja kein Mangel entstehen sollte. Das Mittelfeld war mit einer großen Platte aus knusprigen Chicken Wings bestückt. Meckler hatte schließlich erbarmen und passte zwei von den kleineren Stücken auf Memmert. Pepe und Live nagten die Knochen bis aufs Mark ab, was eigentlich zumindest die gelbe Karte verdient gehabt hätte. Zum Glück blieb die Aktion von der souveränen Bedienung ungeahndet. Sie war im Übrigen mit der Nachlieferung von Getränken meist auf Ballhöhe und leistete einen guten Job. Stehli packte die Flügel gut in den Händen fest und hielt die Null, in dem er seinen Teller leer putzte. Mit einer sauberen Grätsche in die Knoblauchsoße brachte Berlinghof seine kämpferischen Vorzüge zur Geltung. Hey und Heitlinger verteidigten ihre Teller und Gläser eng während Clausonet über die Flügel kam. Definitiv in die nächste Stammelf gegessen hat sich Brauni mit an die 100 abgenagten Knochen. Überagende Leistung. Übrigens auch von der ganzen Mannschaft. Toller Zusammenhalt. Gute Stimmung. Abgefahrene Schickung.

   

Gerüchten zufolge wurde in der 4. Halbzeit in Rülzheim der Kirchturm von Gerle bestiegen.

Bericht: Memmerts finest

AH Ü32 – SG Rülzheim/Kandel vs. VfR Sondernheim

Tolle Leistung und Einsatz wurde gegen stark aufspielende Sondernheimer nicht belohnt. 

Am Samstag den 13.04.2019 empfingen wir in unserem 2. Freundschaftspiel zuhause in Rülzheim den VfR Sondernheim. Irgendwie war im Vorfeld schon der Wurm drin. So hatten wir eine Woche vorm Spiel noch 16 Spieler im Kader. Diese dezimierten sich aber immer mehr. So mussten wir Verletzungs- und Krankeitsbedingt auf diverse Stammkräfte verzichten. Trotz allem ließen wir uns durch diese Rückschläge nicht entmutigen und traten mit breiter Brust gegen einen gut aufgestellten Gegner an. 

Unser übliches 3-5-2 System bestand am heutigen Tag mit Sven Stehli im Tor. In der Devensive Heitlinger, Hey und Fischer. Davor auf der Doppelsechs Wünschel und Chines die unserem südamerikanischen Spielmacher Live den Rücken frei hielten. Auf den Außen im Mittelfeld spielten Helfrich und Pepe. Sturmtank „Manni“ Schmidt wurde vom Flitzer Memmert unterstützt. Auf der Bank unterstützen uns unser Neueinkauf Jan Meckler und der lange verletzt ausgefallene Clausonet.

In den gegnerischen Reihen befanden sich auch ein paar alte Rülzheimer Gesichter, wie Morio, Berisha und Bengs, die nach ihrer Erfolgreichen Fußballkarriere wieder zu ihren Wurzeln zurückkehrten und es sich nicht nehmen ließen gegen die alten Kameraden anzutreten. Dementsprechend war auch die Stimmung vor dem Spiel und auf dem Platz richtig gut. 

Das Spiel begann wie erwartet. Sondernheim nahm recht früh das Heft in die Hand und drückte uns in die eigene Hälfte. Trotzdem gelang es uns immer wieder die Kugel spielerisch elegant über mehrere Stationen nach vorne zu tragen. Dies zeigte, dass wir trotz der Dominanz des Gegners, nicht nur mit langen Bällen auf die Spitzen uns zu helfen wussten, sondern auch unserer spielerischen Stärke bewusst waren. 

Leider wurde unser taktisches Konzept recht schnell über den Haufen geworfen, als sich Fischer in der 5. min beim klären eines Balles eine Zerrung zuzog. Wir wünschen ihm an dieser Stelle gute Besserung und eine schnelle Genesung. Vielleicht noch die Einsicht, Torschuss nicht als Aufwärmmethode zu sehen. Dies zwang uns umzustellen. Winschel ging auf Libero und Meckler dübetierte auf der Sechs. Durch die Verwirrung der Umstellung und das kurzzeitige Hin- und Hergetausche von Spielern, nutzte der Gegner die Chance die Führung zu erzielen. Sichtlich unbeeindruckt und endlich wieder stabil formiert drangen auch wir vermehrt in den gegnerischen Strafraum ein und hatten die ein oder andere Chance den Ausgleich zu erzielen. 

Aufgrund einer Fehlentscheidung des bis dahin souverän pfeifenden Schiedsrichter Sascha Dietrich, einen Einwurf zum eigenen Torwart nicht als Freistoß für uns zu pfeifen, sondern das Spiel laufen zu lassen, entpuppte sich als gut ausgespielter Konter des Gegners zur 2:0 Führung. So ging das Spiel auch in die Halbzeit. 

Mit neuem Mut und Entschlossenheit ging es nun in die zweite Halbzeit. Das Bild, ähnlich wie in Halbzeit 1. Sondernheim machte Druck und wir versuchten diesem Stand zu halten und die wenigen Konter die uns boten vernünftig auszuspielen. 

Nach einem Schuss, der unser an diesem Tag wieder gut parierenden Torwart Sven hielt, viel das Leder Hey vor die Füße. Hey, der an diesem Tag erst aus Vegas zurück gereißt war und sichtlich noch im Jetleg war, versuchte diesen zu klären, kam aber irgendwie mit dem Leder nicht ganz zurecht. Letztendlich lag der Ball in den eigenen Maschen und Sondernheim führte fortan mit 3:0. 

Kurz darauf schaffte es der ehemalige Rülzheimer Morio durch einen herrlichen unhaltbaren Kopfball, nach Ecke, auf 4:0 zu erhöhen. 

Wer dachte, dass wir nun den Kopf in den Sand stecken und untergehen, irrte sich. Wir hielten an unserer Marschrichtung fest und kamen immer besser ins Spiel. So war es Clausonet, der aus dem Gewühl heraus den 1. Treffer für uns im Tor des Gegners versenkte. Dies gab uns einen Funken Hoffnung, den konditionell langsam eingehenden Gegner, doch noch bezwingen zu können.  

So war es Chines der nach Ecke von Live sich höher als alle anderen in die Luft schraubte und den Ball gegen die Laufrichtung des Torhüters in den Maschen versenkte. Ein weiterer Ruck ging durch die Mannschaft und letzte Kräfte wurden mobilisiert. Wir hatten noch ein paar Chancen aber das Spiel blieb bei diesem Ergebnis. Wir mussten uns den Sondernheimer an diesem Tag geschlagen geben. 

Fazit: Großes Lob an die Mannschaft, die sich trotz des 0:4 Rückstandes nicht Aufgab und immer weiter versucht hat mit Kampf, Einsatz und dem absoluten Willen zum Wahnsinn das Spiel doch noch zu drehen. Vielleicht hätten wir mit weniger Verletzungspech im Vorfeld das Spiel anders Gestalten können. Es hat aber gezeigt, dass wir als Team zusammenstehen, wenn es hart wird und uns nicht im Stich lassen oder aufgeben.  Weiter so. 

Wir gehen auch mal dahin wo es weh tut!

AH Ü32 – SG Rülzheim/Kandel vs SG Freckenfeld/Minfeld 8:2

Erfolgreicher Start ins Jahr 2019 mit deutlichem Heimsieg.

Das freut jeden Trainer, wenn man zum 1. Heimspiel auf einen Kader mit 17 Spielern zurückgreifen kann. Was aber wiederum ein Problem darstellt, da ja auch jeder spielen will. Trotzdem haben es die Trainer Memmert und Chines, nach stundelangen Diskussionen und Tüftelleien an der perfekten taktischen Aufstellung, geschafft eine gut gemischte und schlagkräftige Truppe auf den Platz zu stellen, bei der Jeder der Akteure auf seine Spielzeit kam. Und das auch noch, wie das Ergebnis zeigt, erfolgreich.

Aber alles der Reihe nach. Bei angenehmen Temperaturen starteten wir pünktlich zum Frühlingsanfang mit unserem ersten Freundschaftspiel gegen unseren mittlerweile „Lieblingsgegner“ SG Freckenfeld/Minfeld. Wir starteten in unserem altbewährten 3-5-2 System mit Helfrich, Kuntz & Heitlinger in der Defensive vor Torwart Stehli. Davor mit der Doppelsechs Groß und Chines, die dem kreativen Gehirn unserer Mannschaft Sorin den Rücken frei hielten. Auf den Flügeln sorgte unsere Südamerika Connection Live & Pepe für lateinamerikanischen Zauberfußball. Im Sturm die beiden Vollstrecker Memmert & Ramadani.

Gleich von Beginn an ließen wir den Ball sicher in unseren Reihen laufen und erarbeiteten uns die ersten Chancen. Es dauerte nicht lange, als Groß sich auf der rechten Seite durchsetze und mit einer unglaublichen Kaltschnäuzigkeit den gegnerischen Torwart ausguckte und den Ball im kurzen Eck versenkte. Kurz darauf dachte sich Memmert wohl: „Was der kann, kann ich schon lang!“ Und erhöhte mit einem Schuss ebenfalls ins kurze Eck auf 2:0. Durch einen für den Torhüter verdeckten Schuss von der Sechzehnergrenze erhöhte Ramadani nach nur 15 min auf 3:0.

Nach 20 min begann die erste Wechselwelle. Ins Spiel kamen Hey für Heitlinger, Friedrich für Pepe, Wünschel für Groß und Schmidt für Memmert. Der Spielfluss stotterte zu Beginn etwas aber die „Frischen“ integrierten sich gleich gut ins Team und der Ball lief wieder sauber in unseren Reihen. Zum Leid unseres Torhüters Stehli, der begann bei den kühler werdenden Temperaturen zu frieren. Den Schlusspunkt in der ersten Halbzeit setzte Sorin zum 4:0.

Halbzeit. Nächste Wechselwelle. Wir begannen wie zu Halbzeit eins, ersetzten aber Kuntz durch Fischer und Helfrich durch Ziehl.

Zu beginn der 2. Halbzeit versuchten nun auch die Mannen aus Freckenfeld/Minfeld mehr vom Spiel zu haben und begannen mit 1-2 Spieler mehr in der Offensive. Sie hatten ja nichts mehr zu verlieren. Dies bereitete uns aber mehr Arbeit in der Defensive aber mehr Chancen zu Konter und Torhüter Stehli warme Hände. Einen dieser Konter wurde durch Live elegant mit der Picke mit einem Strammen Schuss direkt unter die Latte zum 5:0 in die Maschen gedroschen. Der Torhüter brachte nicht mal mehr die Hände nach oben, bevor der ball wieder aus dem Netz kullerte.

In der 55. min bekam Freckenfeld/Minfeld einen Elfer gepfiffen. Laut Pepe wurde er beim klären den Balls vom Gegner in die Hacken getreten. Dieser warf sich dann schmerzerfüllt auf den Boden und der bis dahin fehlerfrei pfeifenden Schiedsrichter Sascha D. aus K.  entschied auf Strafstoß. Unser Torhüter Stehli hielt diesen, doch durch eine unglückliche, hier nicht näher zu beschreibende Aneinanderreihung von Missgeschicken und Zufällen landete der Ball vor den Füßen des Gegners, der daraus sein ersten Treffer erzielte. Naja. Shit happens.

In der 60. min kamen dann die letzten Wechsel. Schmidt kam für Ramadani, Wünschel für Chines, Friedrich für Pepe und Hey für Heitlinger. Die gut erholten Einwechselspieler brachten nochmals Schwung in unsere Reihen. Dies brach den Gästen wohl das Genick und Groß erhöhte folgerichtig auf 6:1. Auch Schmidt zeigte seine Kaltschnäuzigkeit mit seinem Doppelpack zum 7 & 8:1. Siegestrunken und im Rausch der Glücksgefühle schien die Konzentration etwas nachzulassen und der Gegner verkürzte nochmals zum Endstand von 8:2.

Leider wurde unser kreativer Kopf Sorin beim Zweikampf unschön gefoult und zog sich beim Sturz eine Verletzung an der Schulter zu. Daraufhin musste er das Feld verletzungsbedingt verlassen. Wir hoffen es ist nichts ernstes und wünschen Ihm an dieser Stelle eine gute Genesung.

Fazit: Geiles Team, super Einstellung und einen Taktisch guten Fußball gezeigt. Es fehlt uns noch ein bisschen mehr Ruhe und Übersicht vorm Gegnerischen Tor um unsere Chancen besser verwerten zu können. Aber alles in allem ist uns der Start ins neue Jahr gut gelungen. Weiter so.

Närrisches Schlachtfest der AH

 

 

Am 2.3.2019 trafen sich 55 AH’ler zum traditionellen Schlachtfest am Fasching Samstag im alten Clubhaus. Bei kühlen aber trockenen Temperaturen bereitete uns Hausmetzger Günther vom Partyservice Serr alles vor. Bei Mett mit Zwiebeln und frischem Brot von der Bäckerei Heid wurde das Schlachtfest eingeleitet. Pünktlich zur Mittagszeit wurde Schnüffel, Bäckchen und andere Leckereien serviert. Bei einem guten Tropfen Wein vom Weingut Ecker aus Nussdorf wurde gemütlich gespeist und getrunken. Nach dem Essen durfte natürlich ein  Schnaps zur Verdauung nicht fehlen. In geselliger Runde wurde gelacht alte Anekdoten erzählt und als Weigel Michael seine Gitarre ausgepackt wurde noch das eine oder andere Lied gesungen. Ein wieder tolles Schlachtfest der AH ging am späten Abend zu Ende.

Bedanken möchte ich mich noch bei meinen Helfern Marco,Axel und Andreas für den gelungenen Ablauf und freue mich schon auf das Schlachtfest 2020       

 Michael Völkel                                                                                                                                                  

(Vorstand AH-Abteilung)

 

 

Ü40 Hallenkreismeisterschaften in Bornheim

Nach einer starken Leistung Pech gehabt und am Ende einen 3. Platz von 6 Mannschaften.

Am Samstag den 05.01.2019 traten wir in Bornheim zu den Hallenkreismeisterschaften der Ü40 an. Wir reisten mit 7 Spielern an um dem Rest der Konkurrenz zu zeigen wer den schönsten & effektivsten Zauberfußball in der Halle spielt. Darunter waren unser Torwart Andreas Völkel, für die Verteidigung und defensive Stabilität die Mannen Phillip Huber , Manuel Helfrich und Avdi. Für die spielerischen Akzente im Mittelfeld sorgten Sorin und Jürgen vorne in der Spitze unser einzig nomineller Stürmer Marco Völkel.

 

Im Vordergrund dieser Hallenkreismeisterschaft stand für uns der Spaß was man bei manchen teilnehmenden Mannschaften nicht behaupten konnte.

 

Die Hallenkreismeisterschaft wurde durch 6 Mannschaften ausgespielt.

 

  • Rohrbach
  • Essingen
  • Offenbach
  • Germersheim
  • Mörlheim/ Dammheim
  • SV Rülzheim / Kandel

 

„Die geringe Anzahl der Mannschaften ist dem Futsal geschuldet“, dass die Meinung aller Anwesenden. Verantwortliche prophezeiten das solch eine Hallenkreismeisterschaft in Zukunft , aufgrund der wenigen Teams , nicht mehr zustande kommen würde .

Dann werden wir mal gespannt in die Zukunft schauen.

 

Zum Turnier.

Es wurde in einer Gruppe, jeder gegen jeder gespielt. Somit hatten wir 5 Spiele a 12 Minuten was für 7 Mann nicht immer einfach war jedoch bravourös gemeistert wurde.

 

Kurz gesagt. Wir hätten aufgrund der vielen Chancen wirklich jedes Spiel gewinnen müssen. Klingt komisch ist aber so .

Doch am Ende zählen bekanntlich nur die Tore :

 

  1. Spiel       SVR / Kandel vs Rohrbach 3:2
  2. Spiel      SVR / Kandel vs Essingen   0:1
  3. Spiel       SVR / Kandel vs Offenbach 1:2
  4. Spiel      SVR / Kandel vs Germersheim 1:0
  5. Spiel   SVR / Kandel vs Dammheim 1:1

 

Am Ende sprang der 3. Platz für uns raus.

Erster wurde die Mannschaft aus Offenbach der wir auch auf diesem Weg nochmals recht herzlich gratulieren wollen.

 

Fazit:

 

Dieses Turnier hat uns echt Spaß gemacht das man in jedem Spiel sehen konnte. Wir spielten einen tollen Hallenfußball in dem leider das Tor zu oft verfehlt wurde.

Ü32 – Hallenkreismeisterschaften in Offenbach

Nach Gruppensieg Pech gehabt in der zweiten Gruppenphase und am Ende einen unverdienten 6. Platz von 12 Mannschaften.

Am Samstag den 29.12.2018 traten wir in Offenbach zu den Hallenkreismeisterschaften der Ü32 an. Wir reisten mit 9 Spielern an um dem Rest der Konkurrenz zu zeigen wer den schönsten & effektivsten Zauberfußball in der Halle spielt. Darunter waren unser Torwart Sven Steli, für die Verteidigung und defensive Stabilität die Mannen Didde, Manuel Helfrich, Chines und Avdi. Für die spielerischen Akzente im Mittelfeld sorgten Sorin, Sherif, Live und vorne in der Spitze unser einzig nomineller Stürmer Stefan Clausonet.

Wichtig für uns war es aus einer stabilen Defensive heraus über unsere Konterstarken Spieler die Gegner zu überrollen. Dies gelang uns zum Auftakt des Turniers gegen Hagenbach ziemlich gut und bescherte uns mit einem überlegenen 3:0 ein Turnierstart nach Maß. Wir standen tief, warteten auf die Fehler des Gegners und nutzten dann immer wieder den freien Platz um unsere Konter wie Nadelstiche erfolgreich zu setzten.

Zweites Spiel war gegen die Hausherren aus Offenbach. Wir wussten, dass dies keine leichte Aufgabe werden würde und wir hellwach sein müssen um hier einen Erfolg verbuchen zu können. Es gelang uns nach einer herrlichen Kombination die frühe Führung zum 1:0. Die halbe Miete war eingefahren. Jetzt noch den Laden hinten sauber halten und der Gruppensieg ist uns so gut wie sicher. Leider freuten wir uns zu früh. Nachdem die Offenbacher einen um den anderen Angriff nach vorne trugen und uns tief in unsere Eigene Hälfte drängten, gelang es Ihnen nach einem Eckball ein Schuss auf unser Tor abzugeben, der von 3 Spielern abgefälscht in unserem Tor landete. Aufgrund der häufigen Richtungswechsel des Balls, war unser bis dahin stark parierenden Torwart Sven absolut chancenlos. 1:1. Nun war das Spiel wieder offen und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Nach einer Ecke kurz vor Ende des Spiels gelang es Chines den Ball im Netz zu versenken. Doch die Freude über den vermeidlichen Sieg hielt nur kurz, denn der Schiedsrichter pfiff den Treffer zurück, da die im Futsal geltenden 4 sek. zur Ausübung eines Standards, abgelaufen waren. So endete das Spiel mit 1:1 und das letzte Gruppenspiel musste die Entscheidung über den Gruppensieg bringen.

Das letzte Gruppenspiel gegen SG Dammheim/Mörlheim musste gewonnen werden um den Gruppensieg zu sichern und damit in der nächsten Gruppenphase auf die jeweils Gruppenzweiten der anderen beiden Gruppen zu treffen. Wir starteten gewohnt stabil in der Defensive. Doch wir merkten schnell, dass der Gegner recht unsicher im Spielaufbau war und agierten fortan mit kontrolliertem Pressing. Dies trug sogleich Früchte und der Gegner wurde noch mehr verunsichert begann vermehrt Fehler zu machen. Dies bescherte uns schnell das 1:0 und wenige Zeit später auch das 2:0. Wir dominierten den Gegner, waren aber im Abschluss etwas ungeschickt, denn sonst wäre dieser Sieg sicherlich noch höher ausgefallen. Aber eine alte Redewendung lautet: „Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss!“

Das Ziel, der Gruppensieg war erreicht und wir trafen in der Zweiten Gruppenphase auf die Gegner aus Essingen und Hochstadt. Nur ein Gruppensieg hieß; Finale und die Chance das gesteckte Ziel Hallenkreismeister zu werden.

Wie gewohnt starten wir das Spiel gegen Essingen defensiv stabil. Nur der Gegner hatte die gleiche Philosophie. So entstand ein Spiel auf, für AH-Fußball, taktisch hohem Niveau und kontrollierten Offensiven. Auf beiden Seiten entstanden Chancen zur Führung, wobei wir durch Live und Chines die besseren hatten. Die „doofe“ Sache beim Futsal ist, dass es ab dem 4. Foulspiel ein 11m gibt. Dieses Schicksal ereilte uns als der gegnerische Stürmer wiederholt „einfädelte“ und zum vierten Mal zu Fall kam. Unhaltbar donnerte der Essinger Schütze den Ball in unsere Maschen. 1:0 für Essingen. Der Druck stieg! Zumindest der Ausgleich musste her. Was uns in den Spielen zuvor Auszeichnete, dass wir ruhig ohne Hektik unseren Fußball spielten, war auf einmal wie weggeblasen. Wir verloren die Kontrolle, wurden zu hektisch und ließen uns zudem noch von des Gegners Zeitspiel provozieren. Folglich eskalierte die Situation als Didde im Eifer und wilder Raserei die Sportart kurzzeitig verwechselte und hierfür die Rote Karte für eine kleine, durchaus schöne, griechisch/römischer Ringereinlage bekam. In Unterzahl versuchten wir noch den Ausgleich zu erzielen. Doch des Gegners Taktik ging nun Vollends auf und wir kassierten quasi mit der Schlusssirene das 0:2.

Dadurch dass Essingen im nächsten Gruppenspiel auch gegen Hochstadt gewann war auch der rechnerische Finaleinzug nicht mehr möglich. Wir verabredeten uns mit den Mannen aus Hochstadt folgerichtig auf ein faires und lockeres letztes Gruppenspiel, bei dem die Gesundheit der Spieler im Focus stand. Wir wollten das Turnier verletzungsfrei beenden und den bisherigen Reservisten nochmal ordentlich Spielzeit geben. Man merkte gleich, die Luft, die Laufbereitschaft und der absolute Wille zum Wahnsinn waren raus. Das Spiel plätscherte so vor sich hin und wir verloren mit 1:3.

Diese Niederlage bescherte uns letztendlich den 6. Platz, da wir in der finalen Gruppenphase 0 Punkte zu verzeichnen hatten.

Resümee: Man konnte erkennen dass wir in der Gruppenphase wie gewohnt als Team zusammenstanden und den „Absoluten Willen zum Wahnsinn“ an den Tag legten. Sehr diszipliniert und taktisch Klug gespielt haben, was uns auch den Gruppensieg bescherte. Wie schon oft fehlte uns in der entscheidenden Phase das nötige Glück. Was aber der guten Stimmung im Team nicht Schadete.

Leider scheiterten wir sogar am Ziel verletzungsfrei zu bleiben. Denn unser Stürmer Stefan Clausonet zog sich einen Muskelfaserriss zu, als er im letzten Spiel, mal wieder einen seiner berühmt berüchtigten Dampfhämmer losließ. Hätte er nicht auf die Aufforderung und Wünsche der hineinrufenden Ersatzbank gehört, wäre es sicher nicht soweit gekommen. Entschuldigung noch einmal hierfür und gute Genesung auf diesem Wege. Erhole dich gut und nimm dir die Zeit für deine Rückkehr die du brauchst. Denn ein Sprichwort sagt: „Gras wächst nicht schneller wenn man dran zieht!“

Danke an alle für die gute Stimmung und die tolle Turnierleistung des Teams.

AH Ü32 – SG Rülzheim/Kandel ringt junge wilden aus Jockgrim mit 4:3 nieder

Solche Spiele bestreitet man gerne, vor allem wenn dann noch das Ergebnis stimmt

Am Mittwochabend den 14.11.2018 bestritten wir unser voraussichtlich letztes Spiel im Jahr 2018 gegen die Mannen aus Jockgrim, die für Ihr kommendes Pokalspiel am Sa den 24.11. noch einen Testspielgegner suchten und in uns gefunden hatten. Aus Jockgrimmer Sicht kann man sagen: Generalprobe verkackt!

Trotz des kurzfristigen Ansatzes des Spiels fanden sich 17 Akteure in den violetten Trikots des SVR wieder. Durch die hohe Anzahl an Reservespielern, die natürlich auch alle Ihren Einsatz bekamen, entstand für den Gegner der Eindruck, gegen immer wieder andere Spieler zu spielen und konnte sich dadurch nicht an unsere taktisch Ausrichtung anpassen. Aber auch Schiedsrichter Waldemar Bockmayer schien mit den ständigen Wechsel überfordert zu sein und schrieb was das Zeug hielt.

Aber zum Spiel. Wir begannen klassisch im Spielsystem 3-5-2 vor unserem Torwart Sven. Davor standen um Libero Kuntz die beiden Verteidiger Ziehl & Heitlinger. Im Mittelfeld agierte wir mit Didde und Live auf den Außenbahnen, Chines und Groß auf der Doppelsechs und unserem Spielmacher Sorin um unsere Stürmer Weigel und Memmert in Szene zu setzen. Als Reservisten hielten sich Schmidt, Hey, Clausonet, Helfrich, Pepe und Janusz bereit.

Das Spiel begann mit Szenen auf beiden Seiten, bei denen Jockgrim den besseren Start erwischte und durch eine schöne Einzelaktion in Führung ging. Diese hielt sich nicht lange und quasi im direkten Gegenzug netzte Memmert zum Ausgleich ein. Dann begann unser reges Wechselspiel und alle 5 Minuten tauschten wir zwei Akteure auf dem Feld aus. Dies verwirrte den Gegner so, dass er praktisch nur zusehen konnte, wie sich Groß auf der rechten Außenbahn durchsetze und eine Flanke an den gegnerischen Sechzehner schlug. Clausonet verlängerte diese Flanke gekonnt auf den mitgelaufen Libero und Kapitän Kuntz der mit all seiner Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit den Ball zur 2:1 Führung in den Maschen versenkte. Läuft…. Dachten wir. Doch auch der Gegner steckte nicht auf warf vor der Pause noch einmal alles nach vorne. Unser Torwart Sven konnte einen Ball nach einer hart hereingeschlagenen Flanke nicht festhalten, ließ diesen kurz wegprallen, hatte den Ball dann im nachfassen, wurde aber dann wieder unsanft von diesem getrennt und der Jockgrimmer Stürmer glich zum 2:2 aus. Halbzeit!

Wir starteten die zweite Halbzeit wieder in unserer ursprünglichen Formation, welche sich gleich in Felddominanz und Überlegenheit bemerkbar machte. Nun merkte man, dass unsere intensiven Konditionseinheiten Früchte trugen. Wir trugen Angriffswelle um Angriffswelle nach vorne und der Gegner begann immer mehr an seine Grenzen zu kommen. Folgerichtig gelang Memmert durch einen herrlichen Lupfer von der Grenze des Sechsehners den zu weit vorm Tor stehenden Torwart zu bestrafen und wir waren wieder mit einem Tor in Führung.

Nur wenige Minuten später war es wieder Groß der auf der rechten Seite den Ball bekam, kurz nach innen zog und aus 25m mit einem präzisen Weitschuss den Torwart zum 4:2 überwand. Unser wildes Wechselspiel begann abermals. Gut dass es nur Rückwechsel waren, sonst hätte Schiedsrichter Bockmeyer sicher noch einen Schreibkrampf bekommen. Trotz dieser vielen Wechsel, stand unsere Abwehr trotzdem gut und ließ nur wenige Strafraumszenen des Gegners zu. So auch kurz vor Schluss des Spiels. Ein langer Flankenball von den Außen in unseren Sechzehner. Hey setzte seinen Körper etwas zu kraftvoll ein um sich für diesen Flankenball zu positionieren und stieß dabei seinen Gegenspieler um, der sich theatralisch zu Boden warf. Schiedsrichter Bockmeyer zeigte auf den Punkt. Unser Torwart Sven ahnte die Ecke des Schützen, entschied sich trotzdem dagegen und Jockgrim kam nochmals auf ein Tor heran.

In all unserer Souveränität spielten wir die restliche Spielzeit runter und standen nach 70min als verdienter Sieger fest. Jockgrim patze in Ihrer Generalprobe. Trotzdem wünschten wir Ihnen viel Erfolg für Ihr Pokalspiel.

Fazit: Ein schöner Abschluss für ein recht erfolgreiches Jahr der AH Ü32/40. Die Anzahl der Spieler die uns für dieses Spiel zur Verfügung standen zeigt, dass es allen Spaß macht in dieser Mannschaft zu spielen und ein Teil dieser Truppe zu sein. Ich hoffe diese positive Energie und Einstellung auch für den Trainingsbetrieb und die Spiele 2019 erleben zu können.

 

AH Ü32 Rülzheim/Kandel – Viertelfinalaus gegen Neuburg/Berg mit 1:3

Gegen die im Schnitt über 10 Jahre jüngere Mannschaft aus Neuburg/Berg hatten wir keine echte Chance. Das knappe Ergebnis ist nur unserem unbedingten Kampfeswillen und dem gemeinschaftlichen Geist unserer Mannschaft geschuldet. Das Resultat ist somit als Erfolg zu werten.

Außerdem hatten wir die beiden abgefahrensten Aktionen auf unserer Seite, die das Spiel würdig einrahmten. Gleich zu Beginn brachte unsere bolivianische Wunderwaffe Live den Schiedsrichter durch einen angeblich unabsichtlichen Rempler brutal zu Fall, der daraufhin minutenlang benommen am Boden lag.

Im Anschluss nahm der Gast das Spiel in die Hand und erarbeitete sich zahlreiche Torchancen, von denen eine zum 1:0 Führungstreffer führte. Nur dem starken Völkel verdankend blieb es zur Halbzeit bei diesem Ergebnis. Gleich nach Wiederanpfiff legten die Mannen aus Neuburg noch einen nach. Wer nun gedacht hatte, wir würden uns geschlagen geben, wurde eines Besseren belehrt. Die Auflösung unseres Liberos Kuntz brachte Schwung in die Truppe. Er mischte das Spiel ordentlich auf.

In diese Sturm-und-Drang-Phase fiel das 0:3. Memmert wurde endlich ausgewechselt. Er pfiff schon zur ersten Halbzeit aus wirklich allen Löchern. Die Einwechslung von Clausonet sollte sich lohnen. Er wurde aus der eigenen Hälfte heraus auf die Reise geschickt und lief dann alleine auf den Torhüter zu. Um die Dramatik zu steigern verlangsamte er sein Tempo so weit, bis ihn ein gegnerischer Abwehrspieler schon fast erreichen konnte. Was darauf folgte ist Geschichte. Auf seine Kickschuhe waren noch 6 Monate Garantie. Allerdings nur bei sachgemäßer Benutzung, was man bei seinem nun folgenden enormen Lupfer nicht behaupten konnte. Selbst ein 5-Meter großer Torwart wäre da nicht drangekommen. Nach einer gefühlten Ewigkeit zappelte die Pille im Netz. Tor. Abpfiff. Jubel auf beiden Seiten. Das faire Spiel feierte einen verdienten Sieger und einen noch geileren Torschützen.

Wir haben Moral bewiesen und unsere Einheit gestärkt. Wir haben es geschafft diese Niederlage in vollen Zügen zu genießen und freuen uns zur nächsten Saison darauf, uns mit Brauni, Alpay, Uwe und dem aus dem Schwabenländle wieder zurückgekehrten Tim Esswein verstärken zu können. Vielleicht ist dies auch der Aufbruch in eine neue Generation der AH Ü32. Wir sind doch mittlerweile etwas in die Jahre gekommen und nicht mehr ganz so konkurrenzfähig und benötigen die ein oder andere Verjüngungskur.

Wer über 30 Jahre alt ist und Bock hat auf einen gepflegten Kick, kann übrigens jede Woche mittwochs um 19:30 Uhr zum Training kommen. Abwechselnd in Rülzheim und Kandel. Wir spielen auch den Winter durch an der schönen frischen Luft. Interessenten können sich bei Manuel melden (clou1@web.de).

 

 

 

AH Ü32 SG Rülzheim Kandel auf dem Oktoberfestturnier des FV Liedolsheim

Auch dieses Jahr sind wir wieder auf die andere Seite des Rheins gefahren um beim FV Liedolsheim das alljährliche Oktoberfestturnier mitzuspielen und natürlich auch mitzufeiern.

Unser AH Spieler Stephane Berlinghof, dessen letzte Station dieser Verein war, hat dieses Event sozusagen ins Leben gerufen und organisierte auch dieses Jahr wieder alles im Vorfeld, damit es uns an nichts fehlte. Hier noch ein Herzliches Dankeschön.

Nachdem wir im Jahr zuvor noch mit Privaten PKW angereist sind, waren wir dieses Jahr etwas organisierter und haben uns im Vorfeld um ein Taxi bemüht, dass uns Mittags hin und auch anschließend wieder nach Hause in die Pfalz brachte. So konnten wir auch alle das anschließende Fest in vollen Zügen genießen.

Zum sportlichen Teil des Tages: Das Turnier fand in zwei Gruppen mit jeweils 4 Mannschaften statt. Als einzigster Vertreter aus der Pfalz, waren wir gewillt nach unserem 2. Platz im Vorjahr auch dieses Jahr wieder ein gutes Resultat einzufahren und die Pfälzer Fahne hoch zu halten. Aus einer stabilen Defensive heraus um die Männer Kuntz, Hey und Chines, die sich vor unsern neueingekauften Torwart Sven formierten, wollten wir über die beiden Zauberfüße Sorin und „Live“ die Angriffe nach vorne tragen um dort unseren AH-Vize Präsidenten Marco Völkel, der für seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor berühmt und berüchtigt ist, einzusetzen. Als Reservisten hatten wir die Unterstützung von Sascha Benz, Stefan Clausonet und Markus Gehrlein, der nach einjähriger Verletzungspause das erste Mal wieder seine Fussballschuhe schnürte.

Als erster Gegner standen uns die Mannen aus Russheim gegenüber. Die Defensive stand wie erwartet gut und falls mal ein Ball den weg vor unser Gehäuse fand, war da immer noch der aufmerksame Sven zwischen den Pfosten, der sicher seinen Mann stand. Wir trugen Angriff für Angriff nach vorne, doch irgendwie fand der Ball nicht den Weg in des Gegners Tor. Es war immer ein Fuß dazwischen. So ging dieses erste Spiel torlos zu ende.

Mit neuem Mut und noch mehr Entschlossenheit traten wir im zweiten Gruppenspiel gegen den amtierenden badischen AH Meister Söllingen an. Diese Herausforderung den Badischen Meister zu schlagen, war uns Ansporn genug. Aber auch hier war irgendwie wieder der Wurm drin. Das Tor des Gegners schien vernagelt. Unsere Angriffe verpufften und zum Ende des Spiels fingen wir uns auch noch einen Konter, der den Badenern den Sieg bescherte.

Trotzdem war der Turniersieg nicht unmöglich. Für die Qualifikation ins Halbfinale des Turniers, mussten wir im letzten Gruppenspiel lediglich die Mannschaft des TSV Kürnbach mit 2:0 schlagen. An guten Tagen ist dies sicher kein Problem für unsere Mannschaft einen Gegner in dieser Höhe zu schlagen. Aber nicht an diesem. Mit Null Toren auf dem Konto und dem Zweifel im Hinterkopf überhaupt ein Tor an diesem Tag zu schießen, war dies eine große Herausforderung. Wir gaben das Beste was noch in uns steckte und trugen wieder Angriff für Angriff nach vorne aber das Resultat war ähnlich wie bereits zuvor. Aluminium oder der Gegner standen uns auch weiterhin im weg. Die Kräfte schwanden und so wurden wir in der Defensive unaufmerksam und kassierten zum Ende des Spiels noch zwei Gegentreffer.

Das war es dann. Gruppenletzter und 0:3 Tore auf dem Konto. Spiel um Platz Sieben. Sehr ernüchternd wenn man sich den Erfolg im Vorjahr als Maßstab setzte. Nach Analyse des Turnierverlaufs stellten wir geschlossen fest, es fehlte uns doch an diesem Tag ein „Knipser“ der aus dem nichts ein Tor macht und uns so das Spiel öffnete.

Wir hatten die Wahl das Platzierungsspiel auszuspielen oder gleich im Neunmeterschießen zu entscheiden. Da wir aber an diesem Tag aus dem Spiel heraus kein Treffer erzielen konnten, war uns diese Option sehr willkommen. Zumindest vom Punkt sollten wir den Kasten treffen. Lt. Badischen Turnierregeln stellten wir 3 Schützen. Chines, Gehrlein und Stingu stellten sich und brachen den Torlosfluch. Sven hielt den Ersten und so wurden wir zumindest nicht letzter. Es war für den weiteren Verlauf des Abends auch besser mit einem kleinen Erfolgserlebnis das Turnier zu beenden.

Wir streiften die Trikots ab und schlüpften in unsere Trachten und begannen mit dem gemütlichen Teil dieses Tages. Schnell war der Misserfolg vergessen und wir ließen uns durch die gute musikalische Liveunterhaltung der Grombacher in Feierlaune versetzen. Die dritte Halbzeit ist und bleibt einfach unsere Beste. Das Taxi brachte dann die feiernden am frühen Morgen wieder sicher in die Heimat.

Fazit: Einstellung und der unbändige „Wille zum Wahnsinn“ war an diesem Tag vorhanden wenn auch mehr in der dritten Halbzeit als davor. Trotzdem war es an diesem Tag ein Schönes Event und wir gehen gerne wieder zu unseren Badischen Nachbarn. Vielleicht mit ein paar Spielern und auch Zuschauern mehr. Als die letzten beiden Jahren.

AH Ü32 SG Rülzheim/Kandel zieht ins Viertelfinale des Kreispokals ein

Kennt ihr diese Momente, in denen alle Fäden zusammenlaufen und man eine Ahnung von der Wahrheit bekommt, die sich hinter der Wirklichkeit verborgen hält. So ein Moment der Erleuchtung spielte sich am 29. September in Rülzheim ab, als unsere unbändige AH die Mannen aus Maximiliansau in die Knie zwang.

Doch der Reihe nach. Unsere Truppe erlebte in den letzten Monaten einen Umbruch. Verdiente Veteranen hängten ihre Fußballschuhe an den Nagel. Junge und alte Wilde stießen dazu und verfestigten die Kraft des Aufbruchs. Der Geist der Einheit und des absoluten Willens zum Wahnsinn wurde neu beschworen.

So trat diese Mannschaft am Samstag um 17 Uhr auf dem heiligen Rasen des Peter-Becht-Stadion gegen Maximiliansau an. Zu Beginn der ersten Hälfte musste man konstatieren, dass zwar der Wille vorhanden war, doch man noch nicht so eingespielt war, als dass die sonst so flüssigen Kombinationen über mindestens 20 Stationen vorgetragen hätten werden können. Überhaupt kann man festhalten, dass die Spiele der AH zu Unrecht eher dürftig besucht werden. Die Partien einer 1. oder 2. Mannschaft sind ohne Frage hin und wieder recht nett anzuschauen. Den wahren Genuss fußballerischer Zauberei allerdings erfährt man erst bei der Betrachtung eines Duells der „Alten Herren“. Die zusätzlichen Jahre lassen eine wesentliche reife Spielanlage erkennen und zudem ermöglicht das zugegebenermaßen langsamere Tempo einen längeren Genuss. In unseren heutigen schnelllebigen Zeiten, in denen man von Ort zu Ort hetzt, ist ein solch entschleunigendes Vergnügen sonst nur durch den Konsum von psychoaktiven Substanzen möglich.

Aber zurück zum Spiel. Nachdem unsere Heimelf einige brenzlige Situationen überstehen musste, konnte man durch Weitschüsse vom agilen Sorin und der bolivianischen Wunderwaffe Live selber Aktionen platzieren. Pepe zeigte sich in einigen Situationen agil. In der nächsten Trainingseinheit muss er trotzdem ein separates Einwurftraining absolvieren. In einer teilweise zerfahrenen ersten Hälfte ging es mit einem 0:0 in die Pause. Bei Wiederanpfiff war jedem klar, dass man noch eine Schippe drauflegen musste. Der durch gute Trainingsleistungen in die Startelf gerückte Keeper Sven wirkte auf einmal noch sicherer. Die Abwehr zeigte sich in der Folge noch souveräner. Matthias, Markus und Manuel hielten den Laden dicht. Der eingewechselte Huber stabilisierte die Einheit zusätzlich. Stefan brachte Unruhe in die gegnerische Abwehrreihe. Der routiniert agierende Jürgen setzte auch immer wieder geschmeidige Akzente nach vorne. Das Mittelfeld war durch Christoph, Andreas und Timo spielstark besetzt. So war es dann nur noch eine Frage der Zeit, bis Ralph „Manni“ Schmidt mit einem gekonnten Schlenzer ins gegnerische Tor einnetzte.

Und dann folgte dieser magische Moment, in dem die Grenzen zwischen Möglichem und Unmöglichem, zwischen Wahrheit und Mythos, zwischen Zauberei und Illusion völlig aufgehoben wurden, als Live zu einem Schuss aus spitzem Winkel von weit außen an der Strafraumgrenze ansetzte. Niemand weiß genau ob, es ein Torschuss oder eine Flanke werden sollte. Auf jeden Fall vollzog der Ball eine extrem lässige Flugbahn und schlug in weitem Bogen unhaltbar für den Gästekeeper im langen Eck ein. Der Rest ist Geschichte. Timo schickte den Ball dann noch einmal durch einen Distanzschuss weit über das gegnerische Gehäuse auf Reisen. Es schien fast so, als ob er direkt auf der wunderschön anmutenden, pittoresk verwegen glänzenden, untergehenden Herbstsonne landen würde. Er tat es einfach nur so, weil er es konnte. Wie im Rausch schaukelte unsere Elf das 2:0 über die Zeit. Letztendlich setzte sich die Qualität durch. Diese Truppe macht wirklich Appetit auf mehr.

In diesem Sinne: Auf ein Wiedersehen im Viertelfinale.

 

Bericht by Manuel Memmert