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Alle Vereinsvorsitzende von 1920 bis heute

Zusammengestellt und niedergeschrieben von Erich Gehrlein:

(Nachfolgend sind alle Vorsitzenden des Sportvereins aufgeführt, soweit diese durch Unterlagen belegt werden können)

Wolff, August 1920 bis 1928
Dr. Kahn, Edmund 1928 bis 1933
Herbott, Josef 1933 bis 1946*
Leuthner, Karl 1946 bis 1949
Ludwig, Fritz 1949 bis 1950
Kirsch, Stefan 1950 bis 1951
Johann, Alois 1951 bis 1953
Gütermann, Alex 1953 bis 1954
Geeck, Eugen 1954 bis 1958
Bohsung, August 1958 bis 1959
Weber, Rudolf 1959 bis 1961
Dreyer, Rudolf 1961 bis 1963
Hoffmann, August 1963 bis 1964
Deutsch, Emil 1964 bis 1971
Finkes, Rudolf 1971 bis 1975
Götzinger, Otmar 1975 bis 1979
Weber, Gerhard 1979 bis 1987
Volande, Gerd 1987 bis 1995
Deutsch, Jürgen 1995 bis heute

*Während des Krieges ruhten die Vereinsgeschäfte von 1939 bis 1945

2000 bis heute

Zusammengestellt und niedergeschrieben von Erich Gehrlein:

Aus rein geschäftlichen Gründen (Mitgliedsbeiträge, Zuschüsse usw.), machte sich die Leichtathletikabteilung im Jahre 2001 selbständig und gründete als LG Rülzheim einen eigenen Verein. Nach wie vor werden die Sportanlagen gemeinsam genutzt und zahlreiche LG-Mitglieder sind auch weiterhin Mitglied im Sportverein. Beide Vereine gehen sehr respektvoll und freundschaftlich miteinander um.

Zum Heimatfest 2005 musste die Vorstandschaft mangels eines geeigneten Hofes kreativ werden: Mit vielen Helfern wurde im Sparkassenbereich inmitten der Festmeile mottogemäß („Das Wunder von Bern“) eine Nachbildung der WM-Tribüne von 1954 auf- bzw. nachgebaut und mit zahlreichen Infos über die WM und deren Teilnehmer ausgestattet. Unzählige Male am Tag wurde der legendäre Live-Kommentar von Herbert Zimmermann abgespielt, was besonders unter den zahlreichen jungen Gästen immer wieder Begeisterung hervorrief. Am Umzug beteiligte sich der Sportverein mit mehreren Fußgruppen in historischen WM-Trikots sowie einem Mottowagen mit der Nachbildung des Berner WM-Stadions. Höhepunkt während der Festtage war zweifelsohne der Besuch von Horst Eckel, der in der WM-Mannschaft 1954 stand und inzwischen, nach Fritz Walters Tod, der bekannteste und gefragteste Spieler der WM-Elf und des 1.FC Kaiserslautern ist. Bereitwillig und gerne gab er den hunderten Interessierten Auskunft über dieses historische Ereignis und erfreute Jung und Alt, indem er unermüdlich Autogramme schrieb.

In den Jahren 2007 und 2008 musste, das 1983/84 erbaute Clubhaus nach 25 jähriger intensiver Nutzung vollständig renoviert werden. Zahlreiche freiwillige Helfer, immer wieder durch den 1.Vorsitzenden Jürgen Deutsch motiviert, versetzten die gesamte Anlage wieder in einen zeitgemäßen Zustand. Angefangen wurde bei der Küche: Neue Decke, neuer Fußbodenbelag, Malerarbeiten und eine neue Einrichtung waren hier erforderlich, um auch den amtlich geforderten Auflagen gerecht zu werden.
Der Clubraum wurde ebenfalls neu gefliest und gestrichen, die Theke restauriert und mit einem Raumteiler wurde eine Möglichkeit geschaffen, die Spieler- oder Vorstandssitzungen im Nebenraum abzuhalten. Die größte Herausforderung war allerdings der Sanitärbereich: Hier wurden Wände versetzt und neue Duschen und Umkleideräume für die Sportler geschaffen. Mit einem „Tag der offenen Tür“ wurde die „neue“ Anlage vorgestellt und für die Nutzung freigegeben.

Nachdem sich der Verein nach dem Abstieg in die Kreisliga (vormals B-Klasse) auf einem niedrigeren Niveau bewegen musste, gelang in der Spielsaison 2006/2007 der große Wurf:
Nachdem zwischenzeitlich die Ligen neu eingeteilt und für die Reservemannschaften eigene Klassen geschaffen worden waren, schafften in der Saison 2006 / 2007 gleich beide Mannschaften den Aufstieg in die nächsthöhere Liga.
Die 1b-Mannschaft schaffte die Meisterschaft in ihrer Klasse und somit den damit verbundenen Aufstieg in die Kreisliga.
Die 1.Mannschaft tat sich da schon etwas schwerer, denn als Tabellenzweiter musste man in die Relegationsspiele, und erst in einem grandiosen dritten Entscheidungsspiel in Insheim konnte sich die SVR-Mannschaft erfolgreich durchsetzen und das angestrebte Ziel, den Aufstieg in die Bezirksklasse, erreichen. Die anschließende gemeinsame Meister- und Aufstiegsfeier hatten sich die Spieler und Verantwortlichen dann auch mehr als verdient.

Das Jahr 2007 stand aber nicht nur im Zeichen der Clubhaussanierung. So wurde parallel dazu in beispiellosem Einsatz und Engagement zwischen der Turnhalle und der Schule ein Kleinfeld mit Kunstrasenbelag geschaffen. Zahlreiche Helfer aus Vorstandschaft und Mitgliedern erbrachten hier Eigenleistungen, die vorher in der Gesamtplanung mit 20.000,- bis 25.000.- Euro beziffert wurden. Die Anlage wird gleichermaßen von der Schule und dem Sportverein genutzt.

2008 wurde dazu noch ein Beachvolleyballfeld vor dem alten Clubhaus angelegt.
Bemerkenswert, dass zwischen all diesen Arbeiten und Ereignissen immer noch die Zeit blieb, neben dem Clubhaus einen Kinderspielplatz anzulegen und die Terrasse neu zu gestalten.

2010 wurde dann das erfolgreichste Jahr in der 90-jährigen Geschichte des SV Rülzheim Schon früh in der Spielsaison 2009/2010 übernahm die junge SVR-Mannschaft die Tabellenführung in der Bezirksklasse, die sie bis zum Schluss nicht mehr abgab und mit einem sensationellen Vorsprung von 15 Punkten vor dem Rivalen Phönix Bellheim Meister wurde und in die Bezirksliga aufstieg (die höchste Spielklasse, die je eine SVR-Mannschaft erreichte).
Nicht zu vergessen ist die ebenfalls sehr junge 1b-Mannschaft, die sich nun schon seit 2007 in der Kreisliga, in der zahlreiche Vereine der Nachbarschaft mit ihren 1. Mannschaften vertreten sind, erfolgreich behauptete und sich durch großen Kampf schon vorzeitig den Klassenerhalt sicherte.

Im Rahmen mehrerer Veranstaltungen wurden diese Erfolge im Rahmen des 90-jährigen Bestehens des SV Rülzheim von allen Seiten gewürdigt. Als Lohn ihrer Arbeit konnte die Vereinsführung dann den „frischgebackenen“ Meister der 2.Bundesliga und Aufsteiger in die 1.Bundesliga, den 1.FC Kaiserslautern, mit all seinen Stars, für ein Freundschaftsspiel gegen den SVR (nur verstärkt mit vier Gastspielern), nach Rülzheim holen. Alles was man sich von diesem Event erhofft hatte, wurde dann noch übertroffen.
In einem begeisternden Spiel vor einer stattlichen Kulisse konnte sich der Bundesligist gegen eine toll spielende und kämpfende SVR-Mannschaft mit 5:1 Toren durchsetzen.

Aber damit war das Jahr 2010 noch lange nicht gelaufen: Im August beteiligte sich der Sportverein sehr erfolgreich am turnusmäßigen Heimatfest der Kulturgemeinde Rülzheim. Wie bereits fünf Jahre zuvor wurde mit sehr großem Aufwand auf dem Sparkassengelände unter dem Motto „Rülzheimer Vielfalt“ die SVR-Schänke aufgebaut und mit vielen fleißigen Vereinsmitgliedern und Freunden des Vereins über zwei Wochenenden erfolgreich bewirtschaftet. Ebenso beteiligte sich der SVR mit Mottowagen und Fußgruppen am historischen Umzug.

Erstmals in seiner Vereinsgeschichte startete der Sportverein mit einer Damenmannschaft in die Spielsaison 2010/2011. Die Damen machten ihre Sache sehr gut. Kontinuierlich wurden die Leistungen gesteigert, so dass man mit den Platzierungen und dem Zuschauerzuspruch sehr zufrieden sein konnte.
Im Jahr 2011 konnte sich der Verein über eine „neue“, leistungsfähigere Flutlichtanlage freuen, die selbst Spiele in den Abendstunden auf einem hell erleuchteten Spielfeld zulässt. Die Gemeinde ließ die Anlage von „schwachen“ 40 Lux auf für den Spielbetrieb erforderliche 200 Lux umbauen.

Ein weiterer Höhepunkt 2011 war die Umbenennung des Stadions von „An der Rülzheimer Straße“ in „Peter-Becht-Stadion“. Gemäß des einstimmigen Beschlusses des Gemeinderates übergab Bürgermeister Reiner Hör am 09. Oktober 2011 im Rahmen einer Feierstunde im Clubhaus die Verleihungsurkunde an den Namensgeber Peter Becht. Er würdigte dessen große Verdienste, speziell für den Sportverein, dem er seit seiner Kindheit angehört, aber auch für viele Vereine der Kulturgemeinde, die er seit vielen Jahren schon unterstützt.

Ob in der Presse, dem Heimatbrief oder der SVR-Stadionzeitung „Lilablut“: Überall wurde dieses „Event“ schon frühzeitig angekündigt – „Die Höhner“ kommen nach Rülzheim in die Dampfnudel. Mutig hatten sich die Verantwortlichen des Vereins dieser großen Aufgabe gestellt und die Kölner Kultband hatte dann auch ohne langes Zögern den Vertragsverhandlungen zugestimmt und sich mit dem SVR auf einen Auftritt am 23.November 2012 geeinigt. Nach Ende des Konzerts waren alle rundum zufrieden: Die Künstler waren voll des Lobes über die Annehmlichkeiten der Dampfnudel und die Begeisterung der Gäste, und der Sportverein war sehr glücklich über die zahlreichen Besucher und das Lob von allen Seiten.

Über die Spielsaisons 2010/2011 und 2011/2012 gibt es ebenfalls nur positives zu berichten.
Die erste Mannschaft konnte sich in der Bezirksliga jeweils im ersten Drittel der Tabelle festsetzen und zur Winterpause der Saison 2012/2013 belegt man einen sehr guten und aussichtsreichen zweiten Tabellenplatz.
Der SVR II konnte 2011/2012 schon vorzeitig den Klassenerhalt in der Kreisliga sichern und belegt zur Winterpause 2012/2013 einen hervorragenden dritten Platz.
Auch die Frauenabteilung, die Jugendabteilung sowie die Alte-Herren-Abteilung können über zwei erfolgreiche Jahre berichten.

1990 bis 2000

Zusammengestellt und niedergeschrieben von Erich Gehrlein:

1991 verlagerte sich das Geschehen wieder für einige Monate in die Mittlere Ortsstraße, denn im Juni wurde das Heimatfest erneut in der Ortsmitte veranstaltet und der Sportverein beteiligte sich auch hier wieder mit einer Römerschenke sowie am historischen Umzug mit einer Römergruppe mit Kampfwagen. Für die Römerschenke wurde von der Sparkasse das Anwesen (Dudenhöfer), auf dem heute die neue Sparkasse steht, zur Verfügung gestellt, und da das Gebäude nach dem Fest ohnehin abgerissen werden sollte, hatte der Verein sämtliche Freiheiten und konnte darin schalten und walten, wie er wollte. Wieder war eine große Schar freiwilliger Helfer im Einsatz, ohne die sich der Verein bei solchen Anlässen überhaupt nicht hätte präsentieren können.

Aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der Spieler vor Verletzungen wurden 1992 die gefährlichen Betonpfosten am Spielfeldrand entfernt und durch eine verletzungsmindernde kunststoffummantelte Barriere ersetzt.

Im Jubiläumsjahr 1995 standen nicht nur zahlreiche Veranstaltungen und Feierlichkeiten an, auch am Heimatfest beteiligte sich der Sportverein wieder mit einer Schenke, und konnte erneut auf die volle Unterstützung durch seine Mitglieder bauen.
1995 wurde für den Sportverein zu einem ereignisreichen Jahr. Der SVR feierte sein 75-jähriges Jubiläum. Mit zahlreichen sportlichen Veranstaltungen und einem Ehrenabend in der „Dampfnudel“ wurde dieser Geburtstag gebührend gefeiert. Zusätzlich zu diesen Veranstaltungen beteiligte sich der SVR mit einem Hof in der Mittleren Ortsstraße auch wieder am Heimatfest. Einen weiteren Grund zum Feiern gab es, als sich die 1.Mannschaft rechtzeitig zum Vereinsjubiläum die Meisterschaft in der B-Klasse Kreis Germersheim sicherte und somit den Aufstieg in die A-Klasse Süd schaffte.

Im gleichen Jahr fand auch ein Wechsel in der Vereinsführung statt: Der bisherige 1.Vorsitzende, Gerd Volande, stellte aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung. Bei der Generalversammlung im November wurde mit Jürgen Deutsch der jüngste 1.Vorsitzende der Vereinsgeschichte an die Spitze gewählt.
Zwischen 1995 und 1999 hatte der Sportverein außer den jährlich stattfindenden Turnieren keine größeren Höhepunkte zu verzeichnen, stattdessen musste man als Tiefpunkt den erneuten Abstieg in die B-Klasse hinnehmen.

1999 stand die Kulturgemeinde und damit auch der Sportverein ganz im Zeichen der 1225-Jahrfeier Rülzheims. Der Sportverein präsentierte sich – am gleichen Ort wie schon 1995 – mit einer „Römerschenke“. Der Hof, mit historischen Wandmalereien aus der Römerzeit sowie römischen Rüstungen und Kriegswerkzeugen dekoriert, konnte die zahlreichen Gäste sehr beeindrucken. Selbst dem Südwestfernsehen war der Hof eine Erwähnung im Rahmen des historischen Umzuges wert. Am Umzug selbst beteiligten sich Jugendmannschaften und Aktive des Vereins in römischen Gewändern und Rüstungen.

1980 bis 1990

Zusammengestellt und niedergeschrieben von Erich Gehrlein:

Dank des Einsatzes und der Unterstützung der Mitglieder konnte diese erste Hürde erfolgreich genommen werden. Dieser erste Erfolg – auch in finanzieller Hinsicht – ermunterte die Vorstandschaft dazu, über den Bau eines neuen Clubhauses nachzudenken. Viele Sitzungen, Gespräche und Behördengänge waren notwendig, bevor die Mitglieder in einer außerordentlichen Generalversammlung über dieses Vorhaben informiert werden konnten. Da auch hinsichtlich der Finanzierung keine größeren Probleme zu erkennen waren, wurde die Vorstandschaft ermächtigt, die ersten Schritte für den Neubau einzuleiten. Bis Anträge auf Zuschüsse, Planungen, Standort und Baugenehmigung bearbeitet und erteilt waren, dauerte es aber bis zum Herbst 1982. Am 23. April 1983 war es dann endlich soweit, dass der Bau von Architekt Edwin Gehrlein, dem 1. Vorsitzenden Gerhard Weber, dem 2. Vorsitzenden Erich Gehrlein und dem Vorstandsmitglied Olympio Chines eingemessen werden und die Baugrube von Norbert Brust ausgehoben werden konnte.
Es dauerte 14 Monate, bis am 29. Juni 1984 zur Einweihung geladen werden konnte und der Neubau seiner Bestimmung übergeben wurde. Wieder einmal hatte sich gezeigt, wozu ein Verein mit tatkräftiger Unterstützung seiner Mitglieder fähig ist, wenn alle bereit sind, an einem Strang zu ziehen.

Nach sieben Jahren A-Klasse folgte 1986 erneut der Abstieg in die B-Klasse, und trotz aller Bemühungen, wieder den Sprung in die A-Klasse zu schaffen, kam man bis 1995 nicht über eine Vizemeisterschaft hinaus. Aber ganz erfolglos waren die Jahre dazwischen auch nicht; der SVR wurde 1987 Kreispokalsieger und 1994 sogar Kreis- und Bezirkspokalsieger.

Auf der Generalversammlung 1987 standen wieder Neuwahlen an. Für den ausscheidenden Gerhard Weber übernahm Gerd Volande das Amt des 1. Vorsitzenden und wurde schon bald mit den ersten größeren Sorgen und Problemen des Vereins konfrontiert. Das alte Clubhaus, seit 1984 ungenutzt, war durch Feuchtigkeit und mangelnder Belüftung vom Verfall bedroht, und so beschloss die Vorstandschaft zu investieren, um das Gebäude zu erhalten und wieder nutzbar zu machen. Mit Zuschüssen von Kreis und Gemeinde wurde – wiederum in Eigenleistung – der gesamte Innenbereich neu verputzt und der Fußboden gefliest. Für Gerätschaften und Material wurde eine Garage angebaut und repariert, und die Fassade bekam einen neuen Anstrich. Der Wirtschaftsraum wurde zu einem Allzweckraum umgestaltet, der von allen Abteilungen für Treffs und Zusammenkünfte genutzt wird.

1989 war wiederum die Stadionanlage von Renovierungs- und Umbaumaßnahmen betroffen: Die obere Schicht des Hartplatzes hatte sich so stark verdichtet, dass fast kein Wasser mehr durchsickern konnte und musste deshalb erneuert werden. Gleichzeitig wurde in beiden Plätzen eine Berieselungsanlage mit einem eigenen Pumpwerk installiert. Nachdem dann auch der überarbeitete Rasenplatz wieder belastbar war, wurde die Stadionanlage von ihrem Träger, der Verbandsgemeinde Rülzheim, im Rahmen eines kleinen Stadionfestes, an dem sich auch die Hauptschule als Nutzer beteiligte, 1989 wieder für den Sportbetrieb freigegeben.

1970 bis 1980

Zusammengestellt und niedergeschrieben von Erich Gehrlein:

Rechtzeitig zum 50-jährigen Jubiläum 1970 wurde die neue Stadionanlage, die unter Bürgermeister Braun völlig neu umgebaut und gestaltet wurde, fertiggestellt. Zunächst wurde der alte DJK-Platz, bis dahin uneben und teilweise mit Gras bewachsen, in einen Tennenplatz umgewandelt. Eine Flutlichtanlage wurde installiert und der ganze Platz neu eingezäunt. Auch das alte Stadion bekam ein neues Gesicht. Die Radrennbahn wurde abgetragen und durch eine Leichtathletik-Aschenbahn ersetzt. Der Rasen wurde nach den neuesten Erkenntnissen neu angelegt und für die Zuschauer auf der Sonnenseite Stehränge gebaut.

Am Jubiläumstag war es dann einmal mehr der Bundesligist 1. FC Kaiserslautern mit seinem Profikader, der gegen eine Südpfalzauswahl zum Freundschaftsspiel antrat und damit die neue Anlage für den Spielbetrieb einweihte. Die Südpfalzauswahl, mit sechs Rülzheimer Spielern angetreten, konnte den Profis lange Paroli bieten und musste sich am Ende nur sehr knapp mit 2:3 Toren geschlagen geben.
Großen Anteil am Stadion-Umbau und am Gelingen des Festes hatte der damalige 1. Vorsitzende Emil Deutsch, der sich sehr für die Belange des Sportvereins einsetzte.

Aber auch mit dem neuen Stadion ließ sich 1973 ein erneuter Abstieg in die B-Klasse nicht vermeiden.
In den Jahren dazwischen – und zwar im Juni 1971 – war das Rülzheimer Stadion Schauplatz der ersten internationalen Fußballbegegnung. Der 1. FC Kaiserslautern erklärte sich bereit, sein Intertoto-Spiel gegen die tschechische Mannschaft aus Trinec im Rülzheimer Stadion auszutragen. Leider verloren die „Roten Teufel“ vor einer beeindruckenden Kulisse mit 1:4. 1974, beim Heimatfest auf dem Festwiesengelände, zeigten die Aktiven des SVR, dass sie auch am kulturellen Geschehen in der Gemeinde Interesse haben, und wirkten beim Festspiel als Römer mit.

Sportlich gesehen gelang dem SVR nach zwei Jahren in der B-Klasse der neuerliche Aufstieg in die A-Klasse Süd. Nachdem die Mannschaft im ersten Jahr dem Abstieg nur knapp entrinnen konnte, schlug das Schicksal im folgenden Jahr umso härter zu, und so ging es trotz 27 erkämpfter Punkte 1977 einmal mehr zurück in die B-Klasse. Nach einem erfolglosen Jahr wurde 1978 mit dem Neuaufbau der Mannschaft begonnen. Neben einigen älteren, erfahrenen Spielern, kamen junge Nachwuchsspieler aus der eigenen A-Jugend zum Einsatz, und mit dem Einheimischen Herbert Dörner wurde ein junger Spielertrainer verpflichtet, der zeigen wollte, dass er noch mehr konnte als „nur“ Fußball zu spielen. Der junge Spielertrainer erwies sich als Glücksgriff: Schon im folgenden Jahr wurde das junge Team mit nur einer Niederlage Meister der B-Klasse und durfte damit zur Saison 1979/1980 wieder in der A-Klasse Süd antreten.
Für die Anhänger überraschend, aber umso erfreulicher, setzte sich die Mannschaft sofort in der Spitzengruppe fest und spielte in den folgenden Jahren immer bis zum Schluss um die Meisterkrone mit, landete aber immer auf den undankbaren Plätzen zwei und drei.

1979 war ein Jahr von großer Bedeutung für den Sportverein. Es begann zunächst mit der Generalversammlung und Neuwahl der gesamten Vorstandschaft. Wenige Tage später begann für den neuen Vorstand unter der Führung von Gerhard Weber die Vorbereitungsphase für das im Juni stattfindende Heimatfest im Ortskern. Im Anwesen der Familie Helmut Leingang, das dem SVR großzügigerweise zur Verfügung gestellt wurde, begann Anfang März ein reges Treiben. Viele Mitglieder und Aktive beteiligten sich an der anfallenden Arbeit und so konnte der Verein pünktlich zum Beginn des Festes die ersten Gäste in seiner schmucken Kickerschenke erwarten.

1960 bis 1970

Zusammengestellt und niedergeschrieben von Erich Gehrlein:

Bis zur Fertigstellung war das Gasthaus „Zum Waldhorn“ das Vereinslokal gewesen. Mitte 1960 konnte man dann voller Stolz ins eigene Vereinsheim einziehen – und der Stolz hatte auch seine Berechtigung, denn im ganzen Kreis und auch weit außerhalb besaß nur der SVR ein eigenes Clubheim. Erst Jahre später konnten umliegende Vereine dem Rülzheimer Beispiel folgen (näheres dazu im unteren Abschnitt).

Nach vier Jahren B-Klasse war es 1963 endlich wieder soweit: Mit der erneuten Meisterschaft gelang der neuerliche Aufstieg in die A-Klasse, und der SVR konnte sich mit wechselndem Erfolg über zehn Jahre in dieser Klasse behaupten.

1967 war das Rülzheimer Stadion gleich zweimal Schauplatz größerer Fußballereignisse, als die legendäre Soldatenelf „Rote Jäger“ einmal gegen eine Südpfalzauswahl und einmal gegen die Bundesligaelf des 1. FC Kaiserslautern zu Freundschaftsspielen antrat und den zahlreichen Zuschauern aus der Umgebung erstklassige Fußballkost servierte.

Unter der Leitung von Kurt Kupper wurde 1968 die heutige Leichtathletikabteilung neu gegründet, die es bis heute auf ca. 150 Athleten aller Altersklassen bringt und die Farben des SVR im ganzen Bundesgebiet und auch international erfolgreich vertritt. Zahlreiche Titel in der Leichtathletik und im Volkslauf belegen dies.

Nach dem Krieg bis Ende der 50er

Zusammengestellt und niedergeschrieben von Erich Gehrlein:

1947 kam der 1. FC Kaiserslautern erstmals zu einem Freundschaftsspiel nach Rülzheim und schlug vor über 10.000 Zuschauern die Einheimischen mit 12:0. Der 1. FCK mit seinem Spielführer Fritz Walter zählte damals zu den besten deutschen Mannschaften überhaupt, und so war auch niemand über den hohen Spielausgang sonderlich überrascht. Bis zum Jahre 1950 lief alles gut für den SVR – in der A-Klasse Süd erreichte die Mannschaft immer einen Mittelfeldplatz, ohne in Abstiegssorgen zu geraten. Doch leider war nach einer glücklosen Saison der Abstieg in B-Klasse nicht zu vermeiden.
Dass es aber wirklich nur am fehlenden Glück lag, bewies die Mannschaft, als sie bereits ein Jahr später Meister und Pokalsieger wurde und über die damals übliche Aufstiegsrunde in die A-Klasse zurückkehrte.

1956 wurde der Sandplatz unter Mitwirkung zahlreicher Mitglieder zum Rasenplatz umgewandelt. Mit den neuen Perspektiven kam ein neuer Motivationsschub, und von den älteren, nicht mehr aktiv spielenden Fußballern wurde 1957 die Alte-Herren-Abteilung des Sportvereins aufgebaut, die bis zum heutigen Tag Bestand hat.

Das Jahr 1959 hatte wiederum eine sehr große Bedeutung in der Vereinsgeschichte: Zum einen musste die Mannschaft einmal mehr den bitteren Weg in die B-Klasse antreten, und zum anderen wurde von der damaligen Vorstandschaft unter Vorsitz von Rudolf Weber und einer Vielzahl freiwilliger Helfer mit dem Bau des Clubhauses begonnen, dessen Fertigstellung sich bis ins Jahr 1960 hinzog.

Die Anfangsjahre

Zusammengestellt und niedergeschrieben von Erich Gehrlein:

Im Jahre 1920 wurde der Sportverein Rülzheim von etwa 25 jungen, sportbegeisterten Männern aus der Taufe gehoben wurde. Man fand sich im späteren Vereinslokal zusammen und wählte August Wolff zum ersten Vorsitzenden des Vereins.

Um Fußball spielen zu können, brauchte man selbstverständlich einen Sportplatz, und so wurde 1921 von den ersten Mitgliedern in knochenharter Arbeit der DJK-Platz geschaffen. Fortan wurde er regelmäßig für Freundschaftsspiele gegen benachbarte Vereine, die alle ungefähr zur gleichen Zeit gegründet worden waren, genutzt. Nachdem die ersten Schwierigkeiten – auch finanzieller Natur – überwunden worden waren, entwickelte sich der kleine Verein stetig weiter, denn immer mehr Begeisterte fanden nun den Weg zum Fußballplatz und zum Verein.

Zu dieser Zeit gehörte auch eine Leichtathletikabteilung zum SVR, die schon damals beachtliche Erfolge feiern konnte, wie etwa den Sieg im Staffellauf gegen den Pfalzmeister Ludwigshafen. Bald reichten die Platzverhältnisse des alten Sportplatzes nicht mehr aus, und so entstand unter der Leitung von Lehrer Herbot, der den Vorsitz im Verein hatte, das neue Stadion an der Rheinzabener Straße, das 1934 festlich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben wurde.

Die folgenden Jahre brachten eine stetige Aufwärtsentwicklung des SVR und die erste Meisterschaft in der A-Klasse als größten Erfolg. Durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges mussten 1939 zunächst alle Aktivitäten völlig eingestellt und nach Kriegsende 1945 fast der ganze Verein neu aufgebaut werden.

Generalversamlung des SVR

Der Vorsitzende, Jürgen Deutsch, konnte 63 stimmberechtigte Mitglieder begrüßen. In seinem Rechenschaftsbericht streifte er insbesondere die sportlichen Erfolge der Aktiven mit den Aufstiegen der 1. Mannschaft in die Landesliga Ost und bei der „Zweiten“ in die A-Klasse, jeweils vor großen Zuschauerkulissen bei den Relegationsspielen im heimischen Peter-Becht-Stadion. Unvergessen auch die Dramatik dreier Relegationsspiele bei dem verpassten Aufstieg gegen den SV Horchheim im Jahr zuvor. Nunmehr auch der Aufstieg der 1. Frauenmannschaft in die Landesliga und die Gründung einer zweiten Frauenmannschaft. Ein riesiger Kraftakt für den Verein war auch die Teilnahme am Heimatfest mit dem Betreiben einer Schänke und der Teilnahme am Umzug. Außerdem war der SVR aber in den letzten drei Jahren auch kulturell stark engagiert. Höhepunkte waren das Konzert mit den Höhnern, die Veranstaltung mit Erik Prinzinger als Elvis-Immitator, vor gut besuchtem Haus in der Dampfnudel. In diesem Jahr der Besuch unserer polnischen Freunde aus Bogacica (Bodland) mit ihrer Sportjugend während des Heimatfestes.

Mit einer Schweigeminute wurde den verstorbenen Mitgliedern der letzten drei Jahre gedacht.

Im Anschluss wurden die Berichte der einzelnen Abteilungen entgegengenommen. Sehr erfreulich die Entwicklungen im Jugendbereich, wo seit zwei Jahren wieder alle Altersklassen besetzt sind. Wöchentlich mehrmals werden hier ca. 200 Kinder und Jugendliche von derzeit 24 Personen trainiert und betreut.

Die Alten Herren befinden sich in einer Spielgemeinschaft mit Kandel und die Ü40 schaffte es letztes Spieljahr sogar bis ins Pokalfinale, was man aber leider verlor.

Die Kassenprüfer Günter Dreyer und Peter Hartenstein konnten dem Kassierer Reinhard Koch eine ordnungsgemäße Kassenführung attestieren. Die empfohlene Entlastung der Vorstandschaft wurde einstimmig angenommen.

Bei den Wahlen wurde Jürgen Deutsch als 1.Vorstand einstimmig wieder gewählt. Unter Applaus der MV nahm er das Amt an. Auch Franz Pietruska als 2. Vorstand, Reinhard Koch als Schatzmeister und Dieter Wolff als Geschäftsführer wurden mehrheitlich wieder in ihr Amt gewählt. Als Kassenprüfer Günter Dreyer und Peter Hartenstein. Als sportlicher Leiter der Aktiven wurde Christian Rüffel gewählt.

Gewählt wurden außerdem:
– Thorsten Bartl, Spielleiter 1. MA-Herren
– Arno Reil, Spielleiter 2. MA-Herren

Frauenabteilung:
Sascha Benz, Spielleiter Frauenmannschaft, Vertreter Stefan Clausonet, Tülin Karaismailoglu, Yvonne Schlager, Milena Tomaschko,

Jugendleiter:
Hans Mendel, Vertreter Heiko Glosinski und Oliver Humbert.

Als Ausschussmitglieder wurden gewählt: Thomas Jochim, Günter Dreyer, Markus Ziel, Frank Götz, Georg Matan, Gerd Behse, Walter Thurm, Moritz Wolff, Alpay Yalcin, Christian Braun, Benjamin Kupper, Laura Leiner, Sabrina Rüffel.

Als gewählte Mitglieder der AH-Abteilung gehören Axel Groß und Manfred Lösch ebenso dem Ausschuss an.

Da die Mitgliedsbeiträge seit 2001 nicht mehr erhöht wurden, war eine Anpassung der Beiträge dringend erforderlich und auf der Tagesordnung. Dieter Wolff erläuterte den Mitgliedern ausführlich die einzelnen Faktoren der gestiegenen Kosten und zog auch einen Vergleich zu Mitgliedsbeiträgen vergleichbarer Sportvereine. Nach erfolgter Abstimmung durch die Mitgliedsversammlung ergeben sich ab 2016 folgende Beiträge: Erwachsene 70 € , Rentner 50 €, Jugendliche 50 €, Familie mit 1 Kind 85 €, Familie mit 2 od. mehr Kindern 100 €.

Unter Top 9 wurde über die Einführung der sogenannten „Ehrenamtspauschale“ abgestimmt. Dieter Wolff hatte zuvor die Mitgliederversammlung über die gesetzlichen Grundlagen und den Sinn und Zweck dieser gesetzlichen Regelung informiert. Die hierzu erforderliche Satzungsänderung wurde vorgetragen und einstimmig durch die MV angenommen.

In einem Ausblick ging der 2. Vorstand auf die Ziele des Vereins ein. Dies sind die Planung eines An/Umbaus des Clubhauses, Neuverpachtung des Clubheimes, Antrag auf Errichtung eines Kunstrasenplatzes und die weitere Steigerung der Mitgliederzahlen, die Verbesserung der wirtschaftlichen Basis des Vereins und natürlich sportlicher Aufstieg.

Bericht: Dieter Wolff

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